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NEWS - AUSBILDUNG

Die Wirksamkeit von Antibiotika verbessern, Resistenzen eind��mmen



Bern (16.11.2022) -

Neue Erkenntnisse des vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierten NFP 72 helfen Antibiotikaresistenzen einzudmmen. Im Bereich neuer Antibiotika hingegen fehlen geeignete Strukturen, um Resultate in die Praxis umzusetzen.

Weltweit werden immer mehr Erreger resistent gegen die heute bekannten Antibiotika. Weil diese ihre Wirksamkeit verlieren, wandeln sich einst leicht behandelbare Infektionen zu tdlichen Krankheiten. Das vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanzierte Nationale Forschungsprogramm "Antimikrobielle Resistenz" (NFP 72) hat nach Lsungen gesucht, um dieser Entwicklung entgegenzutreten. In 45 Projekten haben Forschende neue Erkenntnisse und Instrumente entwickelt. "Sie liefern damit Grundlagen, die eine starke Antwort auf die zunehmende Bedrohung durch Antibiotikaresistenzen ermglichen", sagt Joachim Frey, Prsident der NFP 72-Leitungsgruppe. "Doch wissenschaftliche Innovation setzt sich nicht allein um - dazu sind nun die Partner aus Praxis, Industrie und Politik gefragt".

bertragungswege von Resistenzen aufgezeigt

Antibiotikaresistenzen verbreiten sich zwischen Menschen, Tieren und der Umwelt. Bisher war es kaum mglich, diese bertragungswege genau nachzuvollziehen. Dank neuer Gensequenzierungs-Technologien konnten Forschende des NFP 72 nun wichtige Schnittstellen aufdecken, etwa die bertragung multiresistenter Erreger von Tieren auf Mitarbeitende von Veterinrkliniken oder der Nachweis von erhhten Resistenzkonzentrationen in Flssen unterhalb von Klranlagen. Diese Erkenntnisse ermglichen konkrete Massnahmen.

Um die Verbreitung von Resistenzen dank solchen Daten ber das ganze biologische System Mensch-Tier-Umwelt zeitnah berwachen zu knnen, haben Forschende ein neues Portal entwickelt: Mit der Swiss Pathogen Surveillance Platform (SPSP) steht eine Grundlage bereit, mit der genetische Informationen zu bakteriellen Erregern knftig verknpft und analysiert werden knnen. Die SPSP hat sich in der Covid-19-Pandemie bereits bewhrt, als sie laufende Analysen statt von bakteriellen Erregern - wie ursprnglich geplant - von Sars-CoV-2-Varianten lieferte.

Instrumente fr verantwortungsvolleren Antibiotikaeinsatz entwickelt

Falsch oder unntig eingesetzte Antibiotika verschrfen die Resistenzproblematik. Forschende des NFP 72 haben deshalb Hilfsmittel und Interventionen entwickelt, die Fachleute bei der Verschreibung von Antibiotika untersttzen. In der Tiermedizin etwa hat sich das Online-Tool AntibioticScout in der Praxis etabliert. In der Humanmedizin zeigten mehrere Praxisstudien, dass geeignete Massnahmen die Antibiotikaverschreibung verbessern knnen.

Zentral sind zudem schnelle Tests: Sie ermglichen es rztinnen und rzten, rechtzeitig das geeignete Antibiotikum - oder gar keines - zu whlen. In mehreren NFP 72-Projekten haben Forschende beschleunigte Testmethoden entwickelt. Einige davon werden bereits in der Praxis angewandt.

Den grssten Effekt kann jedoch die Prvention erzielen: Wo keine Infektionen sind, braucht es keine Medikamente. Prventive Massnahmen gegen Antibiotikaresistenzen zielen deshalb darauf ab, bertragungen bakterieller Krankheitserreger generell zu vermeiden. Besonders grosses Potential zeigt hierbei ein neues Betriebskonzept fr die Klbermast auf: Das "Freiluftkalb"-Konzept verhindert dank betrieblichen Prventionsmassnahmen Infektionen und reduziert so den Einsatz von Antibiotika um rund 80%.

Neue Wirkstoffe entdeckt

Selbst wenn es gelingt, die Entstehung und Verbreitung von Antibiotikaresistenzen einzudmmen, wird es immer wieder neue Antibiotika brauchen. Bereits jetzt ist der Bedarf nach neuen Wirkstoffen gross. Im NFP 72 haben Forschende eine Reihe neuer solcher entdeckt und im Labor entwickelt. Dazu zhlen in der Natur gefundene Substanzen ebenso wie synthetisch hergestellte, aber auch die gezielte Nutzung von Bestandteilen von Bakterienviren (Bakteriophagen) gegen Krankheitserreger. Die erfolgreichen Projekte zeigen, dass die akademische Forschung systematisch neue Anstze fr wirksame Antibiotika hervorbringen kann.

Umsetzung in vielen Bereichen gut mglich - mit einer gewichtigen Ausnahme

Viele der nun gewonnen Erkenntnisse knnen in bestehenden Strukturen umgesetzt werden. Auf nationaler Ebene besteht mit der Strategie Antibiotikaresistenzen (StAR) ein geeigneter Rahmen, innerhalb dessen der Bund entsprechende Massnahmen initiieren und die jeweils zentralen Akteure koordinieren kann. "Doch es braucht in vielen Bereichen ein deutlich strkeres Engagement auch von anderen Seiten", sagt Joachim Frey. "In der Human- und in der Tiermedizin mssen etwa die Kantone bereit sein, gezielte Programme zum verbesserten Antibiotikaeinsatz mit entsprechenden Ressourcen auszustatten".

Whrend er diesbezglich dennoch zuversichtlich ist, sieht er sehr viel grssere Hrden, wenn es um die Entwicklung neuer Medikamente geht. Da Antibiotika zurzeit wenig bis keine Gewinne versprechen, fehlen nach der akademischen Forschung die industriellen Partner, die neue Anstze zu marktreifen Therapien weiterentwickeln. "Diese Problematik kann nicht durch wissenschaftliche Erkenntnisse gelst werden", so Joachim Frey. Vielmehr sei die Politik gefragt, wie auch das Programmresmee des NFP 72 festhlt: Sie muss Rahmenbedingungen setzen, innerhalb derer sich die Entwicklung dieser fr die moderne Medizin zentralen Medikamente wieder lohnen kann.

Leitungsgruppe NFP 72 (2022): Programmresmee des Nationalen Forschungsprogramms "Antimikrobielle Resistenz" (NFP 72), Schweizerischer Nationalfonds, Bern.

Helmut Brgmann et al.: NRP 72 Thematic Synthesis "Routes and reservoirs of AMR-determinants & One Health AMR-surveillance", Nationales Forschungsprogramm "Antimikrobielle Resistenz" (NFP 72), Bern.

Hanspeter Naegeli et al.: NRP 72 Thematic Synthesis "Optimized use of antibiotics and behavior changes", Nationales Forschungsprogramm "Antimikrobielle Resistenz" (NFP 72), Bern.

Markus Seeger et al.: NRP 72 Thematic Synthesis "Faster diagnostics and new therapeutic approaches", Nationales Forschungsprogramm "Antimikrobielle Resistenz" (NFP 72), Bern.

Nationales Forschungsprogramm "Antimikrobielle Resistenz" (NFP 72)

Die Problematik der Antibiotikaresistenz nimmt zu. Aus diesem Grund hat der Schweizerische Nationalfonds (SNF) im Auftrag des Bundesrats 2015 das Nationale Forschungsprogramm "Antimikrobielle Resistenz" (NFP 72) lanciert. Geplant wurde es in Koordination mit der Bundesstrategie gegen Antibiotikaresistenzen StAR.

Im NFP 72 erforschten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler whrend fnf Jahren in 33 Projekten an Schweizer Universitten und Hochschulen sowie in 12 internationalen Projekten im Rahmen der Europischen Joint Programming Initiative on Antimicrobial Resistance (JPIAMR) neue Lsungswege. Sie sollen dazu beitragen,
- die Verbreitung antibiotikaresistenter Krankheitserreger einzudmmen
- Antibiotika verantwortungsvoller einzusetzen
- Infektionen mit antibiotikaresistenten Erregern besser zu behandeln.

Der Text dieser Medienmitteilung und weitere Informationen stehen auf der Webseite des Schweizerischen Nationalfonds zur Verfgung.

Prof. Joachim Frey, Institut fr Veterinrbakteriologie, Universitt Bern, Prsident Leitungsgruppe NFP 72, Tel.: +41 79 355 07 58 E-Mail: joachim.frey@unibe.ch

Dr. Helmut Brgmann, Eawag, Koordinator NFP-72-Arbeitsgruppe "Routes and reservoirs of AMR-determinants & One Health AMR-surveillance", Tel.: +41 58 765 21 65, E-Mail: helmut.buergmann@eawag.ch

Prof. Hanspeter Naegeli, Vetsuisse-Fakultt, Universitt Zrich, Koordinator NFP-72-Arbeitsgruppe "Optimized use of antibiotics and behavior changes", Tel.: +41 44 635 87 61 / +41 79 630 73 90, E-Mail: naegelih@vetpharm.uzh.ch

Prof. Markus Seeger, Institut fr Medizinische Mikrobiologie, Universitt Zrich, Koordinator NFP-72-Arbeitsgruppe "Faster diagnostics and new therapeutic approaches", Tel.: +41 78 718 01 68, E-Mail: m.seeger@imm.uzh.ch

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