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NEWS - AUSBILDUNG

Hoffnungstr��ger Ozean - Schutz und Nutzen zusammen denken



Hamburg/Kiel/Berlin (19.11.2021) -

Mehr als zehn Jahre nach Erscheinen der ersten Ausgabe des "World Ocean Review" (WOR) verffentlichen die maribus gGmbH und ihre wissenschaftlichen Partner, das Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) und das Kieler Future Ocean Netzwerk, erneut einen WOR, der sich mit der Gesamtsituation der Meere auseinandersetzt. Dessen Fazit: Nur gemeinsam knnen wir eine Zukunft des Ozeans erreichen, in der Schutz und Nutzen vereinbar sind. Dazu mssen wichtige Transformationen schnell eingeleitet werden. Der neue WOR kann ab sofort kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden.

Sprache ist in der Regel ein exzellenter Spiegel der Realitt. Und wenn sich eines mehr als zehn Jahre nach Erscheinen des ersten World Ocean Reviews feststellen lsst, dann ist das die klare Aussage: Der Ton der Meeresdebatte hat sich verschrft. Wo damals von Wandel gesprochen wurde, dominiert jetzt der Begriff der Krise - und zwar im Plural. Von irreparablen Schden ist die Rede, von Artensterben, der Mllhalde Meer, von kollabierenden kosystemen und zerstrten Lebensgrundlagen fr Abermillionen Menschen.

Gleichzeitig aber propagieren Politik, Industrie und Wissenschaft den Ozean als Hoffnungstrger. Kstennationen setzen auf den Wachstumssektor Meereswirtschaft und rechnen mit Milliarden-Gewinnen aus Offshore-Windkraft, Aquakultur und der Vermarktung von Wirkstoffen aus dem Meer. In der Tiefsee des Pazifiks testen Bergbauunternehmen Riesenraupen zum Abbau erzreicher Manganknollen und in den internationalen Klimaverhandlungen wird unter dem Stichwort "Blue Carbon" mit dem Kohlenstoffspeicherpotenzial von Mangroven, Seegraswiesen, Salzmarschen und Kelpwldern gepokert.

Der Menschheit msse es eben nur endlich gelingen, den Ozean nachhaltig zu nutzen und seine Kapazittsgrenzen zu achten, dann seien Wachstum, Wohlstand und ein lebenswertes Klima auch knftig mglich, heit es vielerorts. Die Meeresforschung in Deutschland und weltweit hat in den letzten zehn Jahre dazu neues Wissen generiert, um sowohl die Problemzonen im Ozean besser zu beschreiben, aber auch gleichzeitig Lsungsrume zu erschlieen. Bei der Frage nach dem Wie und Wann, stellt sich dann heraus, dass drastische Vernderungen zeitnah erforderlich sind.

Ein Verstndnis fr die Funktionsweise und den Wandel der Meere ist heute wichtiger denn je

Dieses Dilemma zwischen Anspruch und Wirklichkeit der Mensch-Meer-Beziehung steht im Mittelpunkt der am 23. November erscheinenden siebten Ausgabe des World Ocean Review, herausgegeben von der gemeinntzigen maribus gGmbH mit Untersttzung der Zeitschrift mare, des International Ocean Institute (IOI) sowie von Klima- und Meeresforscherinnen und -forschern aus dem Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) und dem Kieler Future Ocean Netzwerk.

"Ein wissenschaftsbasierter, dennoch leicht verstndlicher und zudem kostenloser Meeresreport, der die komplexe Gefhrdung der Meere und Lsungswege aufzeigt, schien vor ber zehn Jahren eine berfllige Notwendigkeit zu sein, wurde der Ozean doch vorwiegend als Verkehrs- und Urlaubsmedium wahrgenommen", sagt Nikolaus Gelpke, Initiator und Herausgeber des World Ocean Review, Grnder der Zeitschrift mare und Vorstand des International Ocean Institute (IOI). "Durch die Klimadebatte und die Plastikmll-Problematik sind die Meere mittlerweile jedoch in den erweiterten Blick der ffentlichkeit und somit auch der Politik gerckt - und wir beobachten dabei, dass die Komplexitt von Prozessen wie der Meereserwrmung oder der berfischung zunehmend faktenbasierter Erklrung bedarf. Vor diesem Hintergrund hat sich das Konzept des World Ocean Review sehr bewhrt."

Die Weichen stellen fr eine nachhaltige Nutzung des Ozeans

Im Fokus der siebten Ausgabe des World Ocean Review stehen die Auswirkungen des Klimawandels auf den Zustand des Meeres und auf seine Lebensgemeinschaften; die Folgen von stark zunehmender Fischerei, Schifffahrt, Ressourcenabbau, Energiegewinnung und Meeresverschmutzung sowie die Fragen, wie sich das Meer nachhaltig nutzen liee und wie der Ozean knftig so verwaltet werden kann, dass sowohl sein Schutz als auch die Teilhabe mglichst aller Menschen an seinen Leistungen und Gtern gewhrleistet sind. Dabei zeigt der neue WOR in allen Themenfeldern umfassende Lsungen fr eine nachhaltige Meeresnutzung auf, beschreibt Best-Practice Beispiele und verweist auf eine Vielzahl internationaler Meeresschutz-Abkommen, die wichtige Instrumente darstellen, deren Umsetzung jedoch bis heute vielerorts nicht gelingt. Eine neue Mglichkeit, dem Ozean mehr Sichtbarkeit zu verschaffen, ist die von den Vereinten Nationen ausgerufenen Dekade der Ozeanforschung fr nachhaltige Entwicklung. Diese hat es sich zum Ziel gesetzt, Wissen zu bndeln und zu teilen, um damit die internationale Staatengemeinschaft aufzufordern, mehr Nachhaltigkeit in der Mensch-Meer-Beziehung einzufordern und verbindliche Manahmen zum Schutz der Meere umzusetzen.

"Im Jahr 2021 oder im Jahr eins der UN-Dekade ist eine Einsicht von Bedeutung: Eine globale Meereskrise lsst sich nur eindmmen ber die aktive Einbindung aller gesellschaftlichen Akteure weltweit in den meereswissenschaftlichen Erkenntnisgewinn - von Regierungen, lokalen Entscheidern ber Unternehmen bis hin zu jedem Einzelnen. Die Basis fr transformatives Handeln weg von bernutzung und hin zum nachhaltigen Umgang mit dem Meer sind wissenschaftlich fundierte, leicht verstndliche und umfassende Wissensgrundlagen. Und diese bietet der neue World Ocean Review", sagt Prof. Dr. Martin Visbeck, Co-Sprecher des Kieler Future Ocean Netzwerkes und Leiter der Forschungseinheit Physikalische Ozeanographie am GEOMAR Helmholtz-Zentrum fr Ozeanforschung Kiel.

Die Weichen zu stellen hin zu einem nachhaltigeren Schutz und Nutzen des Ozeans sei eine Mammutaufgabe, betonen die wissenschaftlichen Partner des World Ocean Review 7. Dennoch werben sie ausdrcklich dafr, zuversichtlich zu bleiben und sich innovativ, transformativ und gemeinschaftlich fr einen gesunden Ozean zu engagieren. "Dem Management der Meere obliegt die groe Verantwortung, Erkenntnisse aus der Wissenschaft so umzusetzen, dass die Vielzahl der Ansprche aus Gesellschaft, Wirtschaft und Naturschutz an die Meeresnutzung so aufeinander abgestimmt wird, dass langfristig der grte Naturschatz der Erde - unser Ozean - erhalten bleibt", sagt Prof. Dr. Ulrich Bathmann, Direktor des Leibniz-Instituts fr Ostseeforschung Warnemnde (IOW) und Vorsitzender des Konsortiums Deutsche Meeresforschung (KDM).

Bild- und Pressematerial im Netz zum Download

Eine Vorab-Version des "World Ocean Review 7", Bildmaterial, sowie ein ausfhrliches Interview mit WOR-Initiator Nikolas Gelpke finden Sie unter https://worldoceanreview.com/de/wor-7-preview/

Fr das gesamte Material gilt eine Sperrfrist bis zum 23. November, 10:00 Uhr mitteleuropischer Zeit. Ab dem 23.11.2021 steht der WOR 7 unter www.worldoceanreview.com zur Bestellung und zum Download zur Verfgung.



maribus gGmbH,
Charlotte Zarzycki


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